Das 2G-Netz wird abgeschaltet
Warum Leitstellen jetzt handeln sollten
Die Abschaltung des 2G-Mobilfunknetzes (GSM) in Deutschland rückt näher. Für Betreiber von Brand- und Einbruchmeldeanlagen sowie Aufzugnotrufsystemen kann das erhebliche Folgen haben. Denn viele ältere Übertragungsgeräte nutzen noch diesen Standard. Wer als Leitstelle rechtzeitig prüft, ob die Anlagen ihrer Kunden betroffen sind, kann helfen, Ausfälle bei der Alarmübertragung zu vermeiden.
Das Ende des 2G-Mobilfunknetzes rückt näher
Die Mobilfunkanbieter planen die schrittweise Abschaltung des 2G-Netzes in Deutschland. Die Deutsche Telekom beispielsweise will ihr Netz bereits zum 30. Juni 2028 einstellen, Vodafone plant die Abschaltung ab September 2028 (Quelle: Bundesnetzagentur).
Für viele Betreiber sicherheitstechnischer Anlagen sowie Leitstellen ist diese Entwicklung relevant. Denn zahlreiche Systeme zur Alarmübertragung oder Notrufkommunikation basieren noch auf dem GSM-Standard. Wenn dieses Netz abgeschaltet wird, können betroffene Geräte keine Alarmmeldungen mehr übertragen. Daher lohnt es sich, bestehende Systeme frühzeitig zu prüfen.
Welche Systeme betroffen sein können
Besonders betroffen sind häufig Übertragungsgeräte von Gefahrenmeldeanlagen, die noch über das 2G-Netz kommunizieren. Dazu zählen unter anderem:
- Übertragungseinrichtungen von Brandmeldeanlagen (BMA)
- Übertragungseinrichtungen von Einbruchmeldeanlagen (EMA)
- Notrufsysteme für Aufzüge, die Alarm- und Sprachverbindungen über GSM realisieren
Viele dieser Geräte wurden zu einer Zeit installiert, in der 2G der gängige Mobilfunkstandard war. Neuere Technologien werden oft nicht unterstützt.
Welche Alternativen es gibt
Ähnlich wie bei der früheren ISDN-Abschaltung stellt sich für viele Betreiber die Frage, wie bestehende Anlagen weiterhin zuverlässig betrieben werden können. In vielen Fällen führt kein Weg an einer Modernisierung vorbei. Mögliche Optionen sind:
- Neue Übertragungseinrichtungen, die aktuelle Mobilfunkstandards wie 4G/LTE unterstützen
- Ggf. Nachrüstmodule, sofern bestehende Übertragungseinrichtung oder das Gateway technisch dafür ausgelegt sind
Hinweis: Eine etwaige Antenne muss in der Regel ausgetauscht werden, auch wenn ein Weiterbetrieb technisch möglich erscheint.
Rechtzeitig prüfen statt später reagieren
Auch wenn die Abschaltung noch etwas entfernt scheint, beschäftigen sich viele Betreiber und Leitstellen bereits heute mit dem Thema. Sicherheitstechnische Anlagen werden häufig über lange Zeiträume betrieben und ein kurzfristiger Austausch kann organisatorisch aufwendig sein. Auch wir empfehlen Ihnen, jetzt zu handeln.
Es besteht bereits heute akuter Handlungsbedarf. Der offizielle Abschalttermin ist der Tag, an dem die Netzinfrastruktur final deaktiviert wird. Anbieter beginnen allerdings vermutlich schon deutlich vor diesem Zeitpunkt, die Netzinfrastruktur zurückzubauen. Lokal kann dies dazu führen, dass 2G auch vor dem Enddatum nicht mehr oder eingeschränkt verfügbar ist.
Fazit: Frühzeitige Planung schafft Sicherheit
Die Abschaltung des 2G-Mobilfunknetzes ist absehbar. Sie betrifft auch sicherheitstechnische Systeme. Um sicherzustellen, dass Alarmmeldungen auch künftig zuverlässig übertragen werden, sollten Sie Anlagen rechtzeitig überprüfen und modernisieren.
NetCom unterstützt Sie mit Übertragungslösungen, die aktuelle Mobilfunkstandards nutzen und bestehende Anlagen zukunftssicher machen. Bei Bedarf für die Modernisierung wenden Sie sich einfach an unsere Kundenberater.